Gustav Zankl über Hubert Brandstätter
 (Golemausstellung 05 Sensenwerk Deutschfeistritz)

 

Hubert Brandstätter 1959, Weiz, ist der inhaltliche Initiator, der Themengeber dieser Ausstellung und durchforscht unterschiedlichste Werkstoffe und Materialien nach ihren Strukturen und deren Aussagemöglichkeiten, beherrscht die Einbindungen dieser Qualitäten der jeweiligen Materialsprachen in seine bildhaften Gestaltungsabsichten meisterhaft.
Die verwendeten Werkstoffe, z.B. Asche, reizt er über die gesamte Bandbreite aus und dies von der haptischen Struktur, über die farbig und inhaltlich vielfältigen Wüstenassoziationen bis ins abgründig Verbrannte, als Zeichen der letzten Ausgrenzung menschlichen Denkens und Handelns.
Internationale Ausstellungsbeteiligungen, mehrfacher Organisator kultureller, bzw. bildkünstlerischer Seminare und Veranstaltungen, sowie Kunstprojekten an Schulen.

In unbegrenzter Neugierde ein Suchender in vielen Ebenen, in der Fläche, im Raum, am lebenden Körper, um Gestaltungsprozesse zu initiieren und mit Ergebnissen zu Überraschen, die, wie er fordert, mehr sein sollen, ja müssen - als dekorative Konsumartikel. Alle seine Bilder, Objekte sind im ursächlichen Sinne ästhetisch, von aisthetike kommend, der Wissenschaft der Wahrnehmung. Seine Arbeiten fordern die Wahrnehmung des Produzenten und wesentlich stärker die des Rezipienten, des Betrachters und dessen Verknüpfungs- fähigkeiten.
Indirekt blickt Brandstätter aus seinen Arbeiten und spiegelt sich und den Sinn des Seins suchend in sie wieder hinein.